Weihnachtsgedanken….

Dieses Jahr ich möchte euch einige Gedanken zu Weihnachten mit auf dem Weg geben. Dieses Jahr war geprägt von Angst, Gewalt, Terror und sehr vielen negativen Gefühlen. Die Pressemeldungen überschlagen sich mit Meldungen, die uns ängstlich machen, die uns grübeln lassen über unsere Zukunft. Doch haben wir nun wieder die Zeit, in der die Dinge unsere Herzen nicht mehr angreifen sollten. Eine Zeit, in der der Wunsch nach Stille so laut wird, dass wir ihm kaum widerstehen können. Eine Zeit, in der wir die wahre Schönheit von Kerzenschein erfassen können. Eine Zeit, in der wir uns nicht schämen, einem anderen Menschen zu sagen, dass wir ihn gern haben. Eine Zeit, in der wir uns für die Liebe, die wir für andere empfinden, nicht zu schämen brauchen. Eine Zeit, in der wir wieder erfassen, aus welchem Holz wir eigentlich sind. Dies ist für mich noch immer das wahre Wunder von Weihnachten. Menschen, die durchfressen von Hektik und Hast sind, selbst die werden von diesem ganz besonderen Glanz an Weihnachten berührt.
Als ich ein Kind war, war Weihnachten still, freudig, ereignisreich und warm. Dies sind Empfindungen, die ich noch immer erleben darf, wenn ich an diese Zeit denke. Wir haben nicht Unmengen von perfekten Plätzchen gebacken. Wir haben eine Sorte Butterplätzchen gebacken. Und das bei Weihnachtsliedern und von brennenden Kerzen und Lichterketten umgeben. Die sahen nicht perfekt aus, aber dieses Erlebnis war es einfach. Und es hat sich in mein Herz gebrannt. Ich werde diesen Abend mit den Empfindungen und Eindrücken nie vergessen. Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr auch für euch den Mut fassen könnt, von diesem ganzen Perfektionismus, von dem unsere Gesellschaft besessen ist, gerade zur Weihnachtszeit, soweit es für euch bequem ist, Abstand zu nehmen. Entstresst euch! Das Weihnachtsfest wird meist dadurch nicht schöner, wenn man es mit allem Perfekten zelebrieren will. Oft höre ich Menschen sagen “bin ich froh, dass die ganze Feierei rum ist”. Ich wünsche euch ein Weihnachten, an welches ihr euch gern zurück erinnern und auch sagen könnt “ich freue mich schon wieder auf nächstes Mal”. Denn Weihnachten ist nur einmal im Jahr. Und es hat soviel Potenzial jenseits von fettem und reichhaltigem Essen, Alkohol und schon fast stressigen Feiern. Es ist die Zeit, in der man so viel für sich und sein Herz ziehen kann. Aber meist nur dann, wenn man etwas los lässt. Gönnt euch doch einen ruhigen Tag (wenn Du Dir das wünscht),an dem ihr dann nur das tut und lasst, wonach euch ist. Und wenn es nur ein Film-Marathon auf der Couch ist – mit heißem Tee, Wärmflasche und Decke. Warum auch nicht?
Wann macht man das denn noch bewusst? Steckt doch mal das Telefon aus, und genießt die Tatsache, mal nicht erreichbar zu sein. Oder fangt doch an, sich dem Buch, welches ihr schon immer mal zu Ende lesen wolltet, zu widmen. Macht, wozu ihr Lust habt und nicht nur die Dinge, von denen ihr glaubt, ihr müsstet das zu dieser Zeit abarbeiten. Erlebt euer ganz persönliches Weihnachtswunder! Alles, was ich euch und euren Familien von Herzen wünsche, ist Glück, Gesundheit, Zeit und ein Weihnachtsfest voller Licht, Wärme, Ruhe, Stille und Freude! Und, dass der Geist der Weihnacht (ganz gemäß Charles Dickens) euch in seinen Bann ziehen möge!
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Experiment Fermentation – Das Sauerkraut ist…..

Ja – nun bin ich in der glücklichen Lage aus dem Vollen schöpfen zu können.

Das Sauerkraut ist voll und ganz gelungen! Und es schmeckt großartig! Sagen wir mal so – der Stolz, den ich dabei empfinde, ist sehr groß.

Für mein Sauerkraut habe ich folgendes benutzt:

 

  • 10 kg Weißkohl-Köpfe
  • 160 gr. Salz
  • Wacholderbeere, Lorbeerblätter
  • Gärtopf mit 20 l Fassungsvermögen
  • Kartoffelspampfer

Ich habe zuerst die Köpfe von den äußeren Blättern befreit. Dann habe ich diese halbiert, den Stunk heraus geschnitten und einige schöne große Blätter auf die Seite gelegt.

Dann habe ich das Kraut mit Hilfe meiner Küchenmaschine fein gehobelt. Dann in einer Schüssel mit dem Salz verknetet (wie beim Zubereiten eines Krautsalates). Dieses Kraut habe ich dann lagenweise in den Gärtopf mit dem Kartoffelstampfer schön hinein gestampft. Ziel ist hierbei, dass sich die Lufteinschlüsse verabschieden und der Saft heraus tritt. Ich habe immer wieder eine Lage mit einigen Wacholderbeeren und Lorbeerblättern abgeschlossen, bevor ich neues Kraut drauf gestampft habe.

Zum Schluss so lange stampfen, bis der Saft gut ausgetreten ist. Dann habe ich die gesäuberten, großen Kohlblätter darauf gelegt, das Kraut mit den Gewichten, die beim Gärtopf dabei sind, beschwert und dann den Gärtopf verschlossen.

In das Rinnsal Wasser gegossen (dies ist eine der genialsten Maßnahmen, um Lufteintritt zu verhindern) und dann ca. 1,5 Wochen in der Küche stehen gelassen. Nun habe ich den Topf in den Keller gestellt. Und ich achte immer darauf, dass in dem Rinnsal weiterhin Wasser ist. Nach dem Entnehmen von Sauerkraut bedecke ich das Kraut weiterhin mit den Kohlblättern und den Gewichten.

Das werde ich bestimmt immer wieder machen.

Experiment Fermentation – Das erste Sauerkraut

Ja – an Allerheiligen war es soweit. Endlich konnte ich mir meinen Kopf und meinen Tag freischaufeln.

Ein 10 kg-Sack voller Weißkraut war schon fast beleidigt, weil er scheinbar ohne jede Bestimmung im Keller darauf wartete, endlich verarbeitet zu werden.

Ich hege nun wirklich eine große Liebe zu traditionellen Rezepten, ursprünglichen Zubereitungen von Lebensmitteln und auch zu einer natürlichen Konservierung von Naturprodukten, ohne großen Verlust des Nährwertes. Und ich liebe nunmal wirklich gutes Sauerkraut. Daher war es schon klar, dass ich mir dieses Jahr einen schönen Gärtopf zugelegt hatte.

Und ich habe dann auch noch für mich die Entdeckung gemacht: meine Küchenmaschine kann wunderbar fein raspeln. Somit konnte es am 01.11.2016 los gehen. Neben Salz kamen lediglich Wacholderbeeren und Lorbeer mit hinein. Auf Zugaben wie Buttermilch oder Molke (habe ich in einigen Rezepten gelesen) habe ich bewusst verzichtet. Nach 2 Stunden war alles im Topf und mittlerweile beginnt es zu blubbern. Ich ertappe mich nun schon, dass ich immer wieder mein Ohr an den Topf halte und lausche.

Mal sehen, wie es wird! Noch 3-4 Tage warten, dann wird der Topf in den Keller verfrachtet.

Experiment Fermentation – Saures Roggenmus

Heute habe ich den Roggen fermentieren lassen. Was gar nicht schwer ist, habe ich doch eine Schüssel Sauerteig aus Roggenvollkornmehl im Vorrat.

Also habe ich gestern hierfür genommen:

  • 100 gr. Roggenkörner zu Schrot vermahlen
  • mit 300 ml Wasser verrührt
  • 50 gr. Sauerteig hinzu gegeben

Diese Mischung hat in 24 Stunden gut eingesäuert. Diese Mischung habe ich im Topf mit 1 TL Galgant, 1/2 TL Bertram und 1/2 TL Ingwer aufgekocht und bei geringer Hitze weitere 15 Minuten ziehen lassen. Allerdings war es notwendig, noch mehr Wasser hinzu zu fügen, es dickt ganz schön an.

Der Geschmack erinnert wirklich an richtig deftiges Sauerteigbrot. Ist ja klar. Ich habe noch noch Dörrpflaumen, Leinsamen, Zimt und Apfel hinzu gegeben. Mir hat es wirklich sehr lecker geschmeckt. Das wird es bestimmt, bald wieder geben 🙂

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Experiment Fermentation – Erstes Habermus

Heute habe ich mal einen wirklichen Klassiker zubereitet. Das berühmte Habermus nach Hildegard von Bingen. Allerdings habe ich ja schon durch ein fermentiertes Haferflockenporridge diesen Geschmack, den die Fermentation hinterlässt, so lieben gelernt, dass ich da jetzt auch für meine Frühstücksbreie experimentieren  möchte. Ich bin bekennender Brei-Fan. In der Kindheit viel Gries- und Haferbrei gegessen. Das ist für mich einfach eine perfekte Grundlage für eine nährende Speise, die mir auch unheimlich gut tut.

Ich bereite mir täglich morgens einen anderen Getreidebrei zu. Und dieses Mal bin ich bei meinem Vorstoß, die Fermentation mit zu nutzen, folgendermaßen vorgegangen:

Am Vortag:

  • 150 gr. Dinkel zu groben Schrot gemahlen
  • mit 450 ml Wasser verrührt (in einer Glasschüssel)
  • 2 EL Rejuvelac zu gegeben

Nun das Ganze abgedekt und bei Zimmertemperatur stehen lassen. Heute hatte die Mischung Bläschen an der Oberfläche, jedoch hatte es keinen speziellen sauren Geruch. Ich habe diese Mischung dann in einen Topf gegeben, aufgekocht und 15 Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen. Noch 1 TL Galgant, 1/2 TL Bertram und 1/2 TL Ingwerpulver dazu gegeben. Fertig war der Brei. Er hat jetzt leicht säuerlich geschmeckt – so wie ich es auf jeden Fall mag, aber meiner Meinung nach etwas zu zart. Werde dies wiederholen mit 2 Tagen Ruhezeit.

Alles in Allem bin ich immer mehr begeistert davon. Werde jetzt gleich wieder Getreide mahlen und ansetzen 🙂 Was – erzähl ich euch beim nächsten Mal 🙂

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Experiment Fermentation – eine neue spannende Welt

Seit einiger Zeit habe ich mich richtig in die Fermentation gestürzt. Angefangen hat es mit Kimchi. Ich hatte einen Chinakohl da und habe mir gedacht, ich könnte doch mal Kimchi ausprobieren. Gesagt, getan. Und es war total einfach und es schmeckt vorzüglich. Zumal stellt es eine sehr gute Art und Weise zur Verfügung, Lebensmittel mit einem guten Nährwert haltbar zu machen. Meiner Meinung nach eine bessere Alternative, als wirklich alles einzukochen.

Nun, ich werde hier immer wieder berichten, da ich mittlerweile wirklich einiges in die Fermentation gebracht habe, und diese auch in meinen täglichen Speiseplan einfließen lasse.

Und zum Start möchte ich euch einen tollen Blog empfehlen:

http://www.wildefermente.de/

Auf diesem Blog kann man in einer sehr gut erklärten Weise alle notwendigen Grundinformationen zu dem Thema erfahren, und auch Gewichte, die die Autorin selbst herstellt, erwerben.

Für mich hat dieses Thema zu einer ganz neuen Fülle an Rezepten und Geschmäckern geführt, und dabei bin ich erst am Anfang dieser spannenden Erfahrungen. Meine Fermentationsexperimente umfassten bis jetzt: Sauerteig, fermentierter Haferflockenbrei, fermentiertes Mus aus Kichererbsensprossen, Rejuvelac, Kimchi.

Ich freue mich schon auf weitere Experimente 🙂

 

Ich möchte auch so weich sein wie Du….

Letztens sah ich eine Diskussionsrunde auf Youtube. Da ging es eigentlich um das Thema „Dick sein – schlank sein“ oder so ähnlich. Naja, jedenfalls eines dieser Themen, welches wohl nicht mehr aus unserer Diskussionskultur weg zu denken ist.

Und da hat eine Dame unter den Gästen erzählt, dass sie geschockt war, als ihre Tochter zu ihr meinte: Aber Mama, ich will auch so weich werden wie Du.

Ich war wirklich gerührt. Ok – jeder muss natürlich selber entscheiden, mit wie viel Körpergewicht er sich selber wohl fühlt. Aber ich war so berührt von diesem Satz. Und meine Erinnerungen gingen nur noch an einen Ort: der Schoß meiner Mutter.

Wie oft habe ich meinen Kopf auf dem Sofa liegend auf den Schoß meiner Mutter gelegt. Der Kopf wurde dann von ihrem Bauch berührt und ich empfand es immer als wunderschön, dass meine Mutter mich weich betten konnte. Wie viele empfinden solch ein Denken heute noch als schön? Ich kann es nicht sagen. Mittlerweile wird eine gewisse Leibesfülle bei Frauen absolut verpönt. Klar, ist doch der Körper eine Visitenkarte dafür geworden, wie sehr man sein Leben im Griff hat.

Aber ist das denn nicht schön, sich daran zu erinnern, dass man als Kind eine weiche und warme Mutter erleben durfte? In die man sich rein kuscheln konnte, bei der man sich einfach nur wohlig gefühlt hat?

 

Eigene Weltbilder – kranke Wiedergabe unserer Gesellschaft

Letztens hat mich eine ganz liebe Freundin auf einen Regenspaziergang am Sonntag eingeladen. Wunderbare Idee. Die Luft war frisch, klar, leicht nebelig, nieselig, aber nicht zu nass. Und die Natur hatte diesen speziellen Geruch, den ich gerade in dieser Zeit so sehr liebe. Und wie es gerade bei uns beiden ist, wurden unsere Gespräche wunderbar innig, gleichschwingend und es wurde hier auch das Thema „Weltbild“ tangiert. Und dieses Thema hat mich nicht mehr los gelassen.

Es beschäftigt mich immer noch. Mein Hirn arbeitet sich von Gedanken zu Gedanken.

Weltbilder werden geschaffen. Das ist so. Was erschreckend ist, ist die Tatsache, dass das Weltbild oft von dem abweicht, was sich wirklich in der Welt abspielt. Sämtliche Dinge, die sich bei uns im Kopf abspielen, sind selbst kreierte Konstrukte, in die wir uns dann mit unseren Gefühlen und Gedanken einfinden. Wenn man sich mit freiem Geist bewegt, viel sich mit seinem Leben beschäftigt, also wirklich lebt, haben wir schon eine Basis für ein „gesundes“ Weltbild. Aber wer hat das? Wer beschäftigt sich mit SEINEM Leben? Wer lebt denn in unserer „Gesellschaft“ denn noch? Wer geht wirklich raus, wer baut das Nutzen von Medien wirklich nur um sein Leben herum und macht es nicht zum Lebensmittelpunkt? Und wie sind die Weltbilder in den Menschen, welche uns erziehen, uns auf das Leben vorbereiten? Dies wird natürlich weiter gegeben.

Es spiegelt sich immer mehr in den Menschen ein nahezu verzerrtes Bild von Werten, Prioritäten, die, wenn man das von außen betrachtet, sehr nebensächlich werden. Menschen, die als Kinder sich Liebe und Anerkennung verdienen müssen, entwickeln neurotische Verhaltensmuster. Diese führen wir dann ganz selbstverständlich im Erwachsenenalter weiter, und kommunizieren das wieder an die eigenen Kinder weiter etc. etc.

Wer wagt denn nun den Blick hinter diese bereits vorbereiteten Kulissen der Welt? Ich kann es nicht oft genug wiederholen: es gibt nichts wichtigeres, als zu Leben – zu sein! Klingt ziemlich einfach daher gebrabbelt. Ist es aber leider nicht. Das ist DIE große Erkenntnis, der wir wieder mehr Aufmerksamkeit schenken sollen! In unserer Idee ist der Leistungsgedanke essenziell. Denn, wir haben ja gelernt, tu dies, und wir feiern Dich! Tu irgendwas nicht, oder nicht so, wie ich mir das in meiner Neurose einbilde, dann erfährst Du Ablehnung. Schon da wird es immer mehr verdeutlicht, dass die Liebe oft nur mit einer Leistung in Verbindung gebracht wird. Was für eine Welt kann bitte daraus entstehen? Eine Welt, die immer mehr von „Zwängen“ erfüllt ist. Die einen glauben, dass alle, die mehr als 4 Stunden schlafen, faul sind, die anderen, dass Mehl einen ins Grad bringt. Welch willkürlich aufgestellten Regeln wollen wir uns denn noch unterwerfen?

Und diese willkürlich gewählten Regeln sind nur zu einem Zweck da: unser Selbstwertgefühl zu untergraben, weil derjenige, der diese aufgestellt hat, selbst keines hat. Damit wird eine Instanz-Situation geschaffen. Wenn andere aus der Angst heraus nach meiner Pfeife tanzen, erhalte ich eine Art Aufmerksamkeit usw.

Wie bedauerlich! Denn sobald man Angst in die Köpfe der Menschen fixiert hat, kann man sie steuern. Und wir lassen uns dankbar steuern! Buhlend um Anerkennung, Liebe, Zuneigung.

Doch an der Stelle eine gute Nachricht: Dieses Weltbild ist Illusion! Die Welt funktioniert ganz anders, als Dir in den Kopf gepflanzt wurde. Ein gesunder Körper und ein gesunder Geist haben sich von diesen Grenzen und diesen wahnhaft eingehaltenen Weltbilder getrennt. Sie fließen einfach! Und wie traurig macht es mich, wie viele Frauen und Mädchen in Weltbildern groß werden, die verhindern, dass ihr wahres Potenzial zu Tage tritt? Frauen, die glauben, sie müssen trotz ihrem Alter von 34 noch immer in eine Jeans passen, die Mädchen tragen, die noch nicht geschlechtsreif sind. Mädchen, die trotz gesundem Körper, der auch noch im Gleichgewicht ist, von sich behaupten, sie seien fett. Ehefrauen, die alles hinnehmen, nur, um nicht einmal einen Konflikt aufkommen zu lassen und somit ein selbstzerstörerisches Verhalten annehmen. Mädchen, die jegliche Nahrung verweigern, weil sie denken, diese nicht zu verdienen. Die Liste ist noch lang.

Mein Wunsch an euch weibliche und göttliche Geschöpfe da draußen: befreit euch von dem Denken, ihr werdet nur geliebt, wenn ihr euch in Formen pressen lasst! Jede von euch ist ein Wesen mit einer wundervollen Seele, die nur noch strahlen kann, weil diese eingezwängt ist von Stacheldraht, Korsetts, Angst und Minderwertigkeitsgefühlen. Es gibt auf der Welt immer Menschen, die euch lieben, so wie ihr seid! Ich sende allen von euch Liebe und wünsche euch von Herzen, dass ihr begreift, dass ihr mehr seid, als Puppen, die nach einem fremden Weltbild zu handeln haben!

Schluss mit der Maskerade – Masken ablegen

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Dies ist wirklich ein für mich so wichtiger Schritt gewesen. Endlich den Mut fassen, mich ohne Masken, ohne aufgesetztes Verhalten, ohne Zügel auf die Welt zugehen.

Ich wurde in meinem Leben oft und lange immer wieder damit konfrontiert, dass mein ICH ein Problem darstellt. Mitschüler haben mich gemobbt, frühere Arbeitgeber hatten ständig etwas an meiner Person rum zu mäkeln etc. Mir wurde sogar schon von einer „Freundin“ damals folgendes gesagt: „Du, Andrea, wenn wir in der Stadt sind, und uns kommt ein Junge entgegen, könntest Du bitte auf die andere Straßenseite gehen? Mich sprechen nie Jungs an, wenn Du dabei bist“.

Bis ich eigentlich nur noch eine Karikatur meiner Selbst war. Ich habe eine Rolle eingenommen, von der ich merkte, dass sie zumindest zu einem gewissen Teil akzeptiert wurde. Suchte nach Schubladen, in denen ich Platz finde, um zumindest von diesen bestimmten Menschen für ein bestimmtes Verhalten angenommen zu werden.

Umso mehr ich nun mich selbst, also gemäß meiner inneren Stimme lebe, umso mehr bemerke ich, wenn andere sich Masken anlegen.

Spannend und gleichzeitig traurig finde ich die Tatsache, dass viele Mädchen und noch viele Frauen ein ICH darstellen, von dem sie glauben, dass sie so geliebt werden. Gerade um Männern zu gefallen, werden viele Dinge unternommen. Weg vom eigentlichen ICH – hin zu einer ICH-Darstellung, welche einem standardisiertem Frauenbild genügt. So sollte eine Frau sein. „Sonst gefalle ich den Männern nicht“. Frauen stellen immer mehr Puppen dar, weil sie nie etwas anderes kennen gelernt haben. Frauen sind halt so.

Aber entspricht dies denn wirklich unserem inneren Drang? Wollen wir denn wirklich allen Männern gefallen? Wer hat uns das eigentlich eingepflanzt, dass es unsere „Aufgabe“ zu sein scheint, jedem Mann zu gefallen? Warum sollte ich als Frau denn wirklich ständig jedem gefällig sein? Vor allem habe ich das Gefühl, dass sich das mit den Jahren immer mehr potenziert. Schönheitsideale werden willkürlich immer schwieriger zu erreichen. Es scheint, als müsse man als Frau das „menscheln“ einfach ablegen und permanent als strahlendes, immer gut gelauntes und bequemes Püppchen durch die Gegend stolzieren. Aber nur mal, um das ins rechte Licht zu rücken: wir sind keine Puppen, die nur darauf warten, bis man sie zum Kuscheln benutzen will. Wir sind komplexe menschliche Wesen, mit Bedürfnissen, unser Hormonhaushalt ist wahrscheinlich so komplex wie das Universum selbst, haben Hoch- und Tiefphasen, empfinden Lust und Frust, haben eine eigenständige Sexualität und ihre Bedürfnisse.

Wie kommt es nun dazu, dass ein gesellschaftliches Klima vorherrscht, in dem Frauen glauben, sich nicht mehr so zeigen zu dürfen, wie sie sind und wie sie aussehen? Denn, das betrifft ja nicht nur die optischen Attribute wie Make-Up, Frisuren, und Figur – auch Meinungsäußerungen, Verhaltensweisen, Essen – immer wieder wird man als Frau restriktiert. Als Mädchen musste ich mir anhören „Nicht pfeiffen, das machen Mädchen nicht“. Auch durfte ich mir schon anhören „Kurze Haare sind einfach nicht weiblich“. Nur zur Erinnerung: ich bin von Geburt an eine Frau. Ich muss nicht ständig eine Frau spielen! Klar, ich kleide mich gern „weiblich“. Trage Kleider, Röcke, bunte Kleidung, trage intuitiv gern Schmuck. Lasse mir meine Haare mit Freude wachsen. Aber alles aus einem inneren Impuls heraus. Trotz allem habe ich entschlossen, mich erstmal vom Make-Up fern zu halten. Endlich mal mein Gesicht so zu zeigen, wie es ist. Und es war die beste Entscheidung meines Lebens! Endlich kann ich zu mir stehen. Habe keine Angst mehr davor, dass jemand sagen könnte „Du siehst scheiße aus“ oder „So gefällst Du doch keinem Mann“ oder ähnliches. Ich habe gelernt, meine Wertigkeit nicht mehr von einer gekünstelten Beliebtheit bei anderen abhängig zu machen. Ich liebe mich selbst und werde immer Menschen um mich haben, die mich genauso annehmen. Mit allen meinen Ansichten, Meinungen, meinem Aussehen, meiner Sportbegeisterung, meinem Hang zu ethnischer Kleidung, meiner Naturverbundenheit.

Und ich möchte allen Mädchen und Frauen nur ans Herz legen: Ja, es ist schwierig, sich so zu zeigen wie man ist. Ja, es ist schwierig, der Welt wissen zu lassen, dass man sich selber so liebt, wie man ist, und ihr nicht mehr ein gefälliges Püppchen vorspielen will. Aber in meinen Augen war es das wert! Und ich wünsche allen weiblichen Wesen da draußen, dass sie lernen, wieder sich selbst zu lieben, ohne MakeUp und ohne den Zwang, sich anders darzustellen.

Wir haben alle ein natürliches Strahlen in uns. Und wir kompensieren durch äußere Mittel das Strahlen, welches wir einfach nicht nach draußen lassen wollen. Wir haben Angst, uns so zu geben wie wir sind. Viele Lachen nicht einmal herzlich aus voller Brust. Und diese Schranken gilt es einzureißen. Und dann strahlen wir eine Persönlichkeit aus, welche nicht mehr überpinselt werden muss. Ihr Mädchen und Frauen – es wird Zeit, dass wir wieder strahlen!

 

 

Haarpflege natürlich – Roggenmehlshampoo

Ja, dass gerade ich mal wirklich den Mut fassen werde, meine über 18 Jahre geschundenen Haare und Kopfhaut mit natürlicher Haarpflege zu konfrontieren, hätte man mir früher wirklich nicht schmackhaft machen können. Weil ich einfach davon ausgegangen bin, dass das meine Haare überhaupt nicht als Pflege anerkennen werden.

Dann bin ich auf das Thema „Roggenmehl-Shampoo“ gestoßen. Und habe dieses Experiment vor 8 Wochen gestartet.

Die ersten 2 Wochen waren wahrlich eine Herausforderung. Die Haare haben sich nach dem Waschen elendig angefühlt. Und waren auch ziemlich fettig. Ab der dritten Woche funktionierte es immer besser. Die Fettlösekraft des Roggenmehls hat dafür gesorgt, dass die Haare von überschüssigem Talg befreit wurden, allerdings nicht austrockneten.

Momentan reicht es, wenn ich alle 1,5 Wochen wasche. Hierzu gebe ich die Roggenmehl-Mischung auf das feuchte Haare, lasse das Ganze kurz einwirken, und wasche diese dann mit lauwarmen Wasser ab. Dies dauert allerdings etwas länger, als bei herkömmlichem Shampoo.

Danach braucht man keine Säuerung, da der PH-Wert des Roggenmehls dem der Kopfhaut sehr nahe kommt.

Bürsten der nassen Haare sollte man sich sparen.

Für meine Haare, die etwas länger als schulterlang sind, nehme ich:

  • 4 EL Roggenvollkornmehl
  • etwas Wasser

Die Mischung sollte eine Konsistenz erhalten, welche dem Shampoo ähnelt. Ich rühre dies mit einer kleinen Gabel und die Klümpchen schön zerdrücken 🙂

Auf jeden Fall werden meine Haare jetzt immer besser. Ich werde dieses Experiment weiterhin fortsetzen und bin schon gespannt, wie sich meine Haare noch entwickeln werden.

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