Eigene Weltbilder – kranke Wiedergabe unserer Gesellschaft

Letztens hat mich eine ganz liebe Freundin auf einen Regenspaziergang am Sonntag eingeladen. Wunderbare Idee. Die Luft war frisch, klar, leicht nebelig, nieselig, aber nicht zu nass. Und die Natur hatte diesen speziellen Geruch, den ich gerade in dieser Zeit so sehr liebe. Und wie es gerade bei uns beiden ist, wurden unsere Gespräche wunderbar innig, gleichschwingend und es wurde hier auch das Thema „Weltbild“ tangiert. Und dieses Thema hat mich nicht mehr los gelassen.

Es beschäftigt mich immer noch. Mein Hirn arbeitet sich von Gedanken zu Gedanken.

Weltbilder werden geschaffen. Das ist so. Was erschreckend ist, ist die Tatsache, dass das Weltbild oft von dem abweicht, was sich wirklich in der Welt abspielt. Sämtliche Dinge, die sich bei uns im Kopf abspielen, sind selbst kreierte Konstrukte, in die wir uns dann mit unseren Gefühlen und Gedanken einfinden. Wenn man sich mit freiem Geist bewegt, viel sich mit seinem Leben beschäftigt, also wirklich lebt, haben wir schon eine Basis für ein „gesundes“ Weltbild. Aber wer hat das? Wer beschäftigt sich mit SEINEM Leben? Wer lebt denn in unserer „Gesellschaft“ denn noch? Wer geht wirklich raus, wer baut das Nutzen von Medien wirklich nur um sein Leben herum und macht es nicht zum Lebensmittelpunkt? Und wie sind die Weltbilder in den Menschen, welche uns erziehen, uns auf das Leben vorbereiten? Dies wird natürlich weiter gegeben.

Es spiegelt sich immer mehr in den Menschen ein nahezu verzerrtes Bild von Werten, Prioritäten, die, wenn man das von außen betrachtet, sehr nebensächlich werden. Menschen, die als Kinder sich Liebe und Anerkennung verdienen müssen, entwickeln neurotische Verhaltensmuster. Diese führen wir dann ganz selbstverständlich im Erwachsenenalter weiter, und kommunizieren das wieder an die eigenen Kinder weiter etc. etc.

Wer wagt denn nun den Blick hinter diese bereits vorbereiteten Kulissen der Welt? Ich kann es nicht oft genug wiederholen: es gibt nichts wichtigeres, als zu Leben – zu sein! Klingt ziemlich einfach daher gebrabbelt. Ist es aber leider nicht. Das ist DIE große Erkenntnis, der wir wieder mehr Aufmerksamkeit schenken sollen! In unserer Idee ist der Leistungsgedanke essenziell. Denn, wir haben ja gelernt, tu dies, und wir feiern Dich! Tu irgendwas nicht, oder nicht so, wie ich mir das in meiner Neurose einbilde, dann erfährst Du Ablehnung. Schon da wird es immer mehr verdeutlicht, dass die Liebe oft nur mit einer Leistung in Verbindung gebracht wird. Was für eine Welt kann bitte daraus entstehen? Eine Welt, die immer mehr von „Zwängen“ erfüllt ist. Die einen glauben, dass alle, die mehr als 4 Stunden schlafen, faul sind, die anderen, dass Mehl einen ins Grad bringt. Welch willkürlich aufgestellten Regeln wollen wir uns denn noch unterwerfen?

Und diese willkürlich gewählten Regeln sind nur zu einem Zweck da: unser Selbstwertgefühl zu untergraben, weil derjenige, der diese aufgestellt hat, selbst keines hat. Damit wird eine Instanz-Situation geschaffen. Wenn andere aus der Angst heraus nach meiner Pfeife tanzen, erhalte ich eine Art Aufmerksamkeit usw.

Wie bedauerlich! Denn sobald man Angst in die Köpfe der Menschen fixiert hat, kann man sie steuern. Und wir lassen uns dankbar steuern! Buhlend um Anerkennung, Liebe, Zuneigung.

Doch an der Stelle eine gute Nachricht: Dieses Weltbild ist Illusion! Die Welt funktioniert ganz anders, als Dir in den Kopf gepflanzt wurde. Ein gesunder Körper und ein gesunder Geist haben sich von diesen Grenzen und diesen wahnhaft eingehaltenen Weltbilder getrennt. Sie fließen einfach! Und wie traurig macht es mich, wie viele Frauen und Mädchen in Weltbildern groß werden, die verhindern, dass ihr wahres Potenzial zu Tage tritt? Frauen, die glauben, sie müssen trotz ihrem Alter von 34 noch immer in eine Jeans passen, die Mädchen tragen, die noch nicht geschlechtsreif sind. Mädchen, die trotz gesundem Körper, der auch noch im Gleichgewicht ist, von sich behaupten, sie seien fett. Ehefrauen, die alles hinnehmen, nur, um nicht einmal einen Konflikt aufkommen zu lassen und somit ein selbstzerstörerisches Verhalten annehmen. Mädchen, die jegliche Nahrung verweigern, weil sie denken, diese nicht zu verdienen. Die Liste ist noch lang.

Mein Wunsch an euch weibliche und göttliche Geschöpfe da draußen: befreit euch von dem Denken, ihr werdet nur geliebt, wenn ihr euch in Formen pressen lasst! Jede von euch ist ein Wesen mit einer wundervollen Seele, die nur noch strahlen kann, weil diese eingezwängt ist von Stacheldraht, Korsetts, Angst und Minderwertigkeitsgefühlen. Es gibt auf der Welt immer Menschen, die euch lieben, so wie ihr seid! Ich sende allen von euch Liebe und wünsche euch von Herzen, dass ihr begreift, dass ihr mehr seid, als Puppen, die nach einem fremden Weltbild zu handeln haben!

Schluss mit der Maskerade – Masken ablegen

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Dies ist wirklich ein für mich so wichtiger Schritt gewesen. Endlich den Mut fassen, mich ohne Masken, ohne aufgesetztes Verhalten, ohne Zügel auf die Welt zugehen.

Ich wurde in meinem Leben oft und lange immer wieder damit konfrontiert, dass mein ICH ein Problem darstellt. Mitschüler haben mich gemobbt, frühere Arbeitgeber hatten ständig etwas an meiner Person rum zu mäkeln etc. Mir wurde sogar schon von einer „Freundin“ damals folgendes gesagt: „Du, Andrea, wenn wir in der Stadt sind, und uns kommt ein Junge entgegen, könntest Du bitte auf die andere Straßenseite gehen? Mich sprechen nie Jungs an, wenn Du dabei bist“.

Bis ich eigentlich nur noch eine Karikatur meiner Selbst war. Ich habe eine Rolle eingenommen, von der ich merkte, dass sie zumindest zu einem gewissen Teil akzeptiert wurde. Suchte nach Schubladen, in denen ich Platz finde, um zumindest von diesen bestimmten Menschen für ein bestimmtes Verhalten angenommen zu werden.

Umso mehr ich nun mich selbst, also gemäß meiner inneren Stimme lebe, umso mehr bemerke ich, wenn andere sich Masken anlegen.

Spannend und gleichzeitig traurig finde ich die Tatsache, dass viele Mädchen und noch viele Frauen ein ICH darstellen, von dem sie glauben, dass sie so geliebt werden. Gerade um Männern zu gefallen, werden viele Dinge unternommen. Weg vom eigentlichen ICH – hin zu einer ICH-Darstellung, welche einem standardisiertem Frauenbild genügt. So sollte eine Frau sein. „Sonst gefalle ich den Männern nicht“. Frauen stellen immer mehr Puppen dar, weil sie nie etwas anderes kennen gelernt haben. Frauen sind halt so.

Aber entspricht dies denn wirklich unserem inneren Drang? Wollen wir denn wirklich allen Männern gefallen? Wer hat uns das eigentlich eingepflanzt, dass es unsere „Aufgabe“ zu sein scheint, jedem Mann zu gefallen? Warum sollte ich als Frau denn wirklich ständig jedem gefällig sein? Vor allem habe ich das Gefühl, dass sich das mit den Jahren immer mehr potenziert. Schönheitsideale werden willkürlich immer schwieriger zu erreichen. Es scheint, als müsse man als Frau das „menscheln“ einfach ablegen und permanent als strahlendes, immer gut gelauntes und bequemes Püppchen durch die Gegend stolzieren. Aber nur mal, um das ins rechte Licht zu rücken: wir sind keine Puppen, die nur darauf warten, bis man sie zum Kuscheln benutzen will. Wir sind komplexe menschliche Wesen, mit Bedürfnissen, unser Hormonhaushalt ist wahrscheinlich so komplex wie das Universum selbst, haben Hoch- und Tiefphasen, empfinden Lust und Frust, haben eine eigenständige Sexualität und ihre Bedürfnisse.

Wie kommt es nun dazu, dass ein gesellschaftliches Klima vorherrscht, in dem Frauen glauben, sich nicht mehr so zeigen zu dürfen, wie sie sind und wie sie aussehen? Denn, das betrifft ja nicht nur die optischen Attribute wie Make-Up, Frisuren, und Figur – auch Meinungsäußerungen, Verhaltensweisen, Essen – immer wieder wird man als Frau restriktiert. Als Mädchen musste ich mir anhören „Nicht pfeiffen, das machen Mädchen nicht“. Auch durfte ich mir schon anhören „Kurze Haare sind einfach nicht weiblich“. Nur zur Erinnerung: ich bin von Geburt an eine Frau. Ich muss nicht ständig eine Frau spielen! Klar, ich kleide mich gern „weiblich“. Trage Kleider, Röcke, bunte Kleidung, trage intuitiv gern Schmuck. Lasse mir meine Haare mit Freude wachsen. Aber alles aus einem inneren Impuls heraus. Trotz allem habe ich entschlossen, mich erstmal vom Make-Up fern zu halten. Endlich mal mein Gesicht so zu zeigen, wie es ist. Und es war die beste Entscheidung meines Lebens! Endlich kann ich zu mir stehen. Habe keine Angst mehr davor, dass jemand sagen könnte „Du siehst scheiße aus“ oder „So gefällst Du doch keinem Mann“ oder ähnliches. Ich habe gelernt, meine Wertigkeit nicht mehr von einer gekünstelten Beliebtheit bei anderen abhängig zu machen. Ich liebe mich selbst und werde immer Menschen um mich haben, die mich genauso annehmen. Mit allen meinen Ansichten, Meinungen, meinem Aussehen, meiner Sportbegeisterung, meinem Hang zu ethnischer Kleidung, meiner Naturverbundenheit.

Und ich möchte allen Mädchen und Frauen nur ans Herz legen: Ja, es ist schwierig, sich so zu zeigen wie man ist. Ja, es ist schwierig, der Welt wissen zu lassen, dass man sich selber so liebt, wie man ist, und ihr nicht mehr ein gefälliges Püppchen vorspielen will. Aber in meinen Augen war es das wert! Und ich wünsche allen weiblichen Wesen da draußen, dass sie lernen, wieder sich selbst zu lieben, ohne MakeUp und ohne den Zwang, sich anders darzustellen.

Wir haben alle ein natürliches Strahlen in uns. Und wir kompensieren durch äußere Mittel das Strahlen, welches wir einfach nicht nach draußen lassen wollen. Wir haben Angst, uns so zu geben wie wir sind. Viele Lachen nicht einmal herzlich aus voller Brust. Und diese Schranken gilt es einzureißen. Und dann strahlen wir eine Persönlichkeit aus, welche nicht mehr überpinselt werden muss. Ihr Mädchen und Frauen – es wird Zeit, dass wir wieder strahlen!

 

 

Haarpflege natürlich – Roggenmehlshampoo

Ja, dass gerade ich mal wirklich den Mut fassen werde, meine über 18 Jahre geschundenen Haare und Kopfhaut mit natürlicher Haarpflege zu konfrontieren, hätte man mir früher wirklich nicht schmackhaft machen können. Weil ich einfach davon ausgegangen bin, dass das meine Haare überhaupt nicht als Pflege anerkennen werden.

Dann bin ich auf das Thema „Roggenmehl-Shampoo“ gestoßen. Und habe dieses Experiment vor 8 Wochen gestartet.

Die ersten 2 Wochen waren wahrlich eine Herausforderung. Die Haare haben sich nach dem Waschen elendig angefühlt. Und waren auch ziemlich fettig. Ab der dritten Woche funktionierte es immer besser. Die Fettlösekraft des Roggenmehls hat dafür gesorgt, dass die Haare von überschüssigem Talg befreit wurden, allerdings nicht austrockneten.

Momentan reicht es, wenn ich alle 1,5 Wochen wasche. Hierzu gebe ich die Roggenmehl-Mischung auf das feuchte Haare, lasse das Ganze kurz einwirken, und wasche diese dann mit lauwarmen Wasser ab. Dies dauert allerdings etwas länger, als bei herkömmlichem Shampoo.

Danach braucht man keine Säuerung, da der PH-Wert des Roggenmehls dem der Kopfhaut sehr nahe kommt.

Bürsten der nassen Haare sollte man sich sparen.

Für meine Haare, die etwas länger als schulterlang sind, nehme ich:

  • 4 EL Roggenvollkornmehl
  • etwas Wasser

Die Mischung sollte eine Konsistenz erhalten, welche dem Shampoo ähnelt. Ich rühre dies mit einer kleinen Gabel und die Klümpchen schön zerdrücken 🙂

Auf jeden Fall werden meine Haare jetzt immer besser. Ich werde dieses Experiment weiterhin fortsetzen und bin schon gespannt, wie sich meine Haare noch entwickeln werden.

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Der weibliche Körper – Ekel pur?

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Manche Dinge machen mich einfach nur noch sprachlos. Oft sind es Erkenntnisse, Gedanken, die ich mir aufgrund von Impulsen aus Gesprächen, Berichten, Artikel etc. gewinne.

Heute hatte ich ein wunderbares Gespräch von Frau zu Frau. Und in diesem Gespräch passierten wir natürlich auch das Thema „Menstruation“. Da ging es schon los, dass mir erzählt wurde, dass die junge Generation das Stillen, die Menstruation – also eigentlich alles, was mit dem weiblichen Körper zusammen hängt, als ekelig empfindet. Ich war innerlich total geschockt. Was läuft denn mittlerweile so schief, dass Frau-Sein eigentlich einfach nur als Demonstranz purer Unzulänglichkeiten gilt? Ist es jetzt schon so weit, dass wir Frauen danach streben, alles Frauliche abzulegen, nur, um als „Nicht-Mann“ wenigstens annähernd genauso anerkannt zu werden?

Mir wurde erst jetzt bewusst, wie wichtig es ist, unseren Töchtern, Nichten, Enkelinnen, Schwestern, Cousinen etc. wieder zu vermitteln: Ja, Du bist ein Mädchen und wirst zur Frau. Und Du bist wunderbar, so wie Du bist! Dein Körper birgt ein wundervolles Geheimnis: nämlich, die Gabe, Leben schenken zu können. Und die Mens ist ein Zeichen dafür, dass Du Kinder bekommen kannst. Und weißt Du, was noch wunderbarer ist? Du wirst in der Lage sein, Dein Kind mit Deinem Körper zu ernähren. Denn Dein Körper kann die Nahrung für Dein Kind selbst herstellen! Und das, ohne, dass Du irgendwelche geheimen Maschinen betätigen musst, Du musst nichts dafür tun. Dein Körper kann das ganz allein! Es ist nicht DEIN Fehler, dass Frauen nicht als das respektiert werden, was sie sind. Dies ist ein Fehler, der in unserer Gesellschaft verankert ist.

Mir ist dann schmerzlich bewusst geworden, dass auch in meiner Vergangenheit in der Hinsicht ziemlich viel schief lag. Ich habe mich immer bemüht, meine weiblichen Attribute zu verachten und zu verleugnen. Je dünner ich wurde, desto besser. Ich habe es geschätzt, wenn meine Hüften schmal waren und meine Brüste kaum noch vorhanden waren. Ich schaffe es erst jetzt, nach langer Zeit, endlich zu meiner Weiblichkeit zu stehen. Genauso, wie ich bin.

Was ist nun das Problem? Wir Frauen sind zyklische Wesen, welche in bestimmten Phasen nun einmal nicht auf der Hochzeit unserer Energie befinden. Gerade zur Zeit der Mens tritt Frau in eine Phase ein, in der sie am liebsten den gepflegten Rückzug antreten möchte. Mir selber geht es so. Wenn ich an diesen Tagen aufstehe, merke ich schon, dass der Tag eigentlich ruhig und im Stillen an mir vorbei gehen sollte. Aber nein – ich muss genauso, wie jeder anderer morgens das Haus verlassen, meine Leistung bringen. Das tu ich aber in dieser Phase schon lange. Und das, ohne, dass ich viel im Aktionismus unterwegs bin. Mein Körper vollbringt gerade eine Meisterleistung. Aber dies ist äußerlich nicht erkennbar.

Alles, was uns als Frau so sehr auszeichnet, gilt gleichzeitig in der Gesamtbeurteilung als unzulänglich, hässlich, ekelig – voller „Problemzonen“.

Es wird wirklich Zeit, den nachfolgenden Generationen wieder zu vermitteln, dass wir als Frauen unseren ganz selbstverständlichen Platz haben und wir es nicht nötig haben, uns an einem androgynen oder männlichen Standard messen zu lassen! Es wird Zeit, dass wir Frauen uns wieder selbstverständlich und selbstbestimmt zu unserer weiblichen Identität bekennen und dies wieder leben! Alles Leben-Spendende ist weiblich! Und darauf dürfen wir stolz sein!

Frauen sind schwach – die Ablehnung der weiblichen Prinzipien

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Als ich letztens so meinen Gang zum Garten gemacht habe, um dort zu meditieren, ist mir bewusst geworden, wie weit mein Seelenleben mittlerweile von dem, wie ich noch vor einigen Monaten getickt habe, entfernt bin. Man blickt zurück und reflektiert erstmal, welcher Mechanismen man sich bedient hat, nur, um immer im Sinne der indoktrinierten gesellschaftlichen Erwartungen einen Menschen vorzuspielen, der ich gar nicht bin.

Es musste immer alles unter Kontrolle sein. Alles. Die Gefühle, die man zeigt, das Lächeln auf den Bildern (die Augen lachten nie mit), der Bauch immer eingezogen, die Optik nie zufällig. Immer eine Inszinierung, man kann ja schließlich nicht so wie man gerade fühlt oder möchte.

Dabei ist mir aufgefallen, dass man als Frau in so einem Mindset eigentlich schon ziemlich männlichen Verhaltensweisen nachläuft. Das würde auch die innere Zerrissenheit erklären, mit der viele Frauen leben müssen. Grundsätzlich wird eine Frau nicht mehr in ihrem Frausein anerkannt. Wer sich in der Mitte der Gesellschaft wähnen möchte, hat die männlichen Attribute zu erfüllen. Das Frausein muss nebenbei still und unauffällig passieren. Gleichzeitig wird die kollektive Ablehnung der weiblichen Attribute damit zum Ausdruck gebracht, dass man Frauen in nicht zu erreichende Idealbilder rein pressen möchte. Einerseits karrieregeil, gleichzeitig 3-4fache Mutter, die eine unglaublich gute Figur aufzuweisen hat, neben den 50-60 Stunden Arbeit die Hausaufgaben mit den Kindern bewerkstelligt, dann noch irgendwann für einen Triathlon trainiert, eine willige und immer sexuell aufgeschlossene Ehefrau abgibt und noch super kocht.

Jeder, der ein bisschen Weitblick besitzt, ist sich bewusst, dass das nicht möglich ist. Nicht, ohne, dass die Seele verhungert. Immer mehr seelische Störungen werden in den Frauen laut – die sie danach schreien lassen, dass sie im Inneren spüren, dass sie solch ein Leben für sich vielleicht gar nicht wollen. Aber ihnen überhaupt nicht zugestanden wird, ein anderes Leben zu wollen.

Das Dilemma ist dadurch gegeben, dass in unserer Gesellschaft suggeriert wird, dass man nur durch Imitation der männlichen Werte zu einer Art „vorgegaukelten“ Gleichberechtigung kommt.

Die weiblichen Attribute und Werte müssen im Dunkeln bleiben. Doch, was sind diese weiblichen Werte?

gefühlvoll, selbstlos, sensibel, empathisch, verbunden, mutig, kollektiv denkend und handelnd, gebärend,
nährend, zyklisch, intuitiv, empfangend, entschleunigend, friedvoll, fließend, vielfältig, kommunikativ, kreativ, holistisch denkend und fühlend, weich, erfüllt (Fülle)

(Quelle: http://zurueckzumweiblichenprinzip.jimdo.com/das-weibliche-prinzip/das-maskuline-das-feminine-prinzip/)

Wer sich diese Liste durchliest, merkt schon, dass dies alles für die Werte, die unsere Gesellschaft hinterher hechtet, nicht von Bedeutung sind! Und doch sehe ich genau unsere Chance als Frauen und Mädchen wieder im zurück besinnen auf unsere inneren Ureigenschaften. Wenn wir uns wieder öffnen, alles fließen lassen, das Bauchgefühl sprechen lassen, kann das der Beginn einer wundersamen Wandlung sein. Nämlich der, zu der FRAU hin, die Du wirklich bist. „Aber ich bin doch eine Frau…“ – ja, durchaus. Aber Du lebst es nicht. Du lebst ein Frauenbild, welches die männlich geprägte Welt gemalt hat. Die gleichen Mechanismen, die Frauen in anderen Kulturen beschneiden, deren Füße gebunden haben, Korsetts anlegen, sie zur Sexualität zwingen usw. Wir befolgen brav ein gesellschaftliches „Korsett“, weil wir sonst die einzige Anerkennung auch noch verlieren würden.

Wenn wir uns jetzt anschauen, dass die männlichen Aspekte folgende sind:

stark, machtvoll, egoistisch, gebend, befehlend, lösungsorientiert, aggressiv, feige, linear, rationell, beschleunigend, hierarchisch, unterdrückend, einseitig, gierig, schweigsam, zielstrebig, dominant, nehmend, getrennt, unerfüllt (Mangel)

(Quelle: http://zurueckzumweiblichenprinzip.jimdo.com/das-weibliche-prinzip/das-maskuline-das-feminine-prinzip/)

dann kann ich nachvollziehen, woran so viele Frauen leiden: sie können diesem Prinzip nicht gerecht werden. Eine Frau wird nie genügen, wenn man sie am Männlichen misst. Für mich ist die Antwort beim Wiedererlangen der weiblichen Werte, dem Nachgehen dieser und auch der gesellschaftlichen Anerkennung einer Dualität bei den Geschlechtern. Eine Gesellschaft kann in meinen Augen nicht funktionieren, wenn sie nur auf den männlichen Prinzipien aufbaut. Hier fehlt die Balance. Und dies spiegelt sich in jeder Frau wieder. Kaum eine Frau hat nicht damit zu kämpfen.

Unser Geist, unsere Körper dürfen nicht mehr an den männlichen Prinzipien gemessen werden. Denn unsere Urinstinkte sind einfach andere. Wir sind intuitive Naturen. Und genauso sollte sich das Leben für uns auch gestalten dürfen.

 

Laboratorium Piesni – Musik für die Seele

Heute möchte ich mal die Werbetrommel etwas rühren. Ich bin ja immer auf der Suche nach Musik, die in meiner Seele etwas zum Schwingen bringt.

Ich brauche Klänge, die traditionell klingen, natürlich Hand gemacht, gern mit alten Instrumenten gemacht.

Dieses Projekt ist ein Ensemble von jungen Frauen, die traditionelle Lieder aus aller Welt interpretieren (z.B. Polen, Skandinavien, Ukraine, Gerogien usw.) Manchmal a capella, manchmal begleitet von Schamanentrommeln oder anderen traditionellen Instrumenten.

Mittlerweile begleiten mich die Gesänge dieser Frauen, bei vielen Vorhaben (Meditation, Ritualen, Tänzen).

Momentan gibt es leider noch keine CD, das Ensemble arbeitet jedoch daran. Ich habe E-Mail-Kontakt mit den Künstlerinnen und ich werde informiert, sobald es eine CD gibt.

Bis dato sind sie auf Youtube vertreten und man kann sich von der Kraft und der Energie dieser wunderbaren Gesänge überzeugen.

http://laboratoriumpiesni.pl/en/

https://www.youtube.com/user/Laboratoriumpiesni

laboratorium-piesni

 

 

Wann die kranke Konditionierung schon fruchtet – Mädchen mit Figurkomplexen

Die letzte Zeit bin ich ja ziemlich sensibilisiert auf Situationen, die mir wider spiegeln, welch eine kranke Gesellschaft wir doch geworden sind.

Ich bin 6fache glückliche Tante. Und ich liebe meine Nichten und Neffen von ganzem Herzen.

Allerdings durfte ich jetzt aus den Mündern von 2 meiner Nichten folgenden Satz vernehmen dürfen: Ich bin zu dick…..

So – diese Mädchen sind keine Geschwister. Sie sind im Grundschulalter und in keinster Weise dick. Dies hat mich wirklich ziemlich verstört. Als ich in diesem Alter war, gab es dieses Thema an sich überhaupt nicht. Keine von uns hat sich über den Körperfettgehalt Gedanken gemacht. Warum? Ja, weil wir einfach nur gelebt haben! Wir durften WIR sein. Was zum Teufel ist passiert, dass unsere Mädchen nun jetzt schon bei normaler Kinderfigur anfangen, sich zu dick und zu unperfekt zu fühlen?

In der derzeitigen Welt ist es noch immer so, dass wir Frauen von Anbeginn an darauf getrimmt werden, dass wir mit einem Geburtsfehler ausgestattet sind – nämlich – wir sind keine Männer! Und dementsprechend gibt es nur Fehler an uns.  Wir sind nicht so groß wie Männer, nicht so stark wie Männer, haben keinen so niedrigen Körperfettanteil wie Männer, sind oberflächlich betrachtet nicht so leistungsfähig wie Männer…

Aber ich bin ja froh, dass die Gesellschaft für uns Frauen eine Art „Backform“ bereit hält – wenn Du so bist, kommst Du zumindest an die „perfekte“ Nichtmännin ran.

Nun, ich schweife ab. Auf jeden Fall sagen zwei meiner Nichten, dass sie zu dick wären, bzw. dass man zu ihnen in der Schule sagt, dass sie zu dick wären. Beide Mädchen sind muskulöse, aber nicht dicke Mädchen. Sie sind nicht dürr oder drahtig, sie sind muskulös gebaut. Da muss ich mich schon sehr fragen, was mittlerweile in unserer Welt schief läuft. Zu Hause ist man schon fast machtlos, wenn die Gehirnwäsche bei Gleichaltrigen ihr Werk im Verborgenen tut. Und das Urteil von Gleichaltrigen wiegt immer mehr, als das von der Familie.

Ich kann nur folgendes allen Frauen und Mädchen auf den Weg geben: Ihr seid wundervoll! Und, wenn ihr glaubt, nicht zu genügen, oder nicht perfekt zu sein, dass ist das das Ergebnis, einer Gehirnwäsche unserer Gesellschaft – der Medien – des immer vorherrschenden Leistungsgedanken! Euer Körper und euer Geist – beides ist weiblich, da führt kein Weg daran vorbei. Und jede Frau sollte in ihrer Entwicklung lernen dürfen, wie wundervoll es ist, diese Eigenschaften zu besitzen und nicht, dass das alles zu wenig ist, und eine Frau, die Kinder bekommt, und ihrem Frau-Sein nachgeht, sei faul und Frauen mit breiten Hüften sind eh nur zu faul zu trainieren und eine Diät zu machen etc. NEIN – ihr seid genau so wunderbar, wie ihr seid!

Geht dieses Wagnis ein – schämt euch nicht eurer Weiblichkeit – es ist wieder Zeit, diese zu feiern!

 

 

Ein steter Transformationsprozess – hin zum eigenen Bauchgefühl

Wenn es eine Sache gibt, die die letzten Jahre ziemlich ausschlaggebend für mich und mein Leben war, dann ist es die permanente Veränderung. Ich habe mit meinem Zusammenbruch 2010 eine Phase der steten Transformation eingeleitet. Nicht bewusst. Nein. Alles war immer aus einem inneren Drang heraus. Damals habe ich durch meine Depression gelehrt: wenn Dir eine Lebenssituation nur weh tut oder es dir darin nur schlecht geht – verändere sie. Dies hat mich aus dieser Krankheit gebracht.

So halte ich es heute noch. Ich klammere mich an nichts fest. Fühle mich frei, die Dinge zu verändern, die mir schaden. Diese Haltung lebe ich auf allen Ebenen aus.

Natürlich haben meine Mitmenschen damit zu kämpfen. Wie sollen sie denn mit diesem steten Wandel umgehen? Die letzten Monate waren hier sehr intensiv. Man kann mir meine innere Haltung meist eher äußerlich ansehen. Woher das kommt? Weil ich vielleicht immer schon Probleme hatte, Gesprächspartner für meine Probleme zu finden. Das ist natürlich mittlerweile anders, aber ich denke schon, dass das irgend einen Ursprung hat.

Letztendlich bin ich wieder da angekommen, wo ich schon mal hin wollte. Nämlich – zu meinem natürlichen Ich. Ohne mich von irgendwelchen neurotischen Begrenzungen belasten zu lassen. Ich folge einfach meinem inneren Bauchgefühl. Und fühle mich seitdem mit mir selbst verbunden. Ja, ich weiß – ich habe das schon so oft gesagt. Aber vielleicht, weil ich mir das auch in schlechten Phasen gewünscht habe, dass das so ist.

Wir müssen akzeptieren, dass jeder, ja – jeder – einem steten Wachstumsprozess unterlegen ist. Jeder macht ihn durch. Frauen, wie auch Männer. Allerdings lassen das viele nicht zu. Aufgrund von Vorstellungen wie Prinzipien, denen man wohl sein Leben lang folgen muss, oder Sturheit, Ego, verkrustete Vorstellungen davon, dass nur Menschen, die immer gleich bleiben, ernst zu nehmen sind.

Das Leben beginnt in unserem Kulturkreis meist mit einer Prägung, dass Du so, wie Du bist, nicht genug bist. Überall wird Dir das eingetrichtert. Man soll sich selbst optimieren, dem Leistungsgedanken immer hinterher hechten. Diesem Strom ein passender Mitschwimmer sein. Man kommt in die Schule, wird hier zurecht gemeißelt, wird dann in einen Ausbildungsberuf entlassen und das sollst Du dann weiter machen, bis zum Erreichen Deiner mickrigen Rente. Bis dahin am besten keine Fragen stellen. Nicht anstößig werden, immer brav.

Aber oft geht das leider nicht gut. Die Psychiatrien werden immer voller – die Menschen kommen oft mit dieser Konditionierung nicht mehr klar. Dieser gesellschaftlicher Unterbau fängt an zu bröckeln. Und dann muss man als neurotischer Erwachsener lernen, seinen eigenen Weg zu gehen. Ganz schön mutig, wenn man bedenkt, dass es manchmal ein Leben unter anderen Bedingungen bedeutet, welches einem sonst so als Ideal-Welt vorgestellt wird.

Ich habe eine für mich nun wunderbare Reise begonnen. Ich gehe endlich den Weg, dessen Anfang ich immer gesucht hatte. Einen Weg, der geprägt ist, von einem innerlichen Vertrauen zu sich selber. Ich sehe mich endlich als Frau – aus eigenem Recht heraus. Ich fühle, bewege und handle so, wie ich gerade empfinde. Und plötzlich fällt es einem wie Schuppen von den Augen: das Leben fließt mit Dir mit! In der Hinsicht sind so fundamentale Dinge mit mir passiert, dass ich sicher noch sehr viel darüber schreiben werde! Allerdings möchte ich nun dies einfach mal schon vorweg schicken – an alle Schwestern da draußen: versucht euch nicht in irgendwelche Formen zu pressen. Wir sind alle wunderbar, so wie wir auf diese Welt von unseren wundervollen Müttern geboren wurden!

Umweltfreundliches und supergünstiges Waschmittel

Nachdem ich das jetzt schon auf so vielen Blogs gesehen habe, möchte ich es jedoch auch auf meinem Blog veröffentlichen, da ich meine Wäsche momentan nur noch so wasche. Natürlich habe ich vorher schon immer mit indischen Waschnüssen gewaschen, allerdings muss ich einfach sagen: warum nicht die wertvollen Naturschätze aus unseren Breitengraden verwenden?

 

Nun – zu allererst braucht ihr einfach erstmal Sammlergeist, eine große Stofftasche oder einen großen Korb und ab mit euch während der Kastaniensaison zum Sammeln. Man kann auch noch mit eingetrockneten Kastanien arbeiten.

Für eine Maschine benötigt ihr 5 Kastanien und ca. 250 ml Wasser. Solltet ihr eingetrocknete Kastanien vom Vorjahr benutzen, diese einfach 1 Tag vorher in etwas Wasser einweichen.

 

Waschmittel aus Kastanien I

 

Um das Waschmittel letztendlich herzustellen nochmal hier die Zutatenliste:

  • 5 Kastanien
  • 250 ml Wasser
  • ein Passiertuch, oder ein normales Küchenhandtuch
  • einige Tropfen ätherisches Öl (optional für den Duft)
  • einen leistungsstarken Mixer

Nun gebt ihr die Kastanien mit dem Wasser in den Mixer und mixt sie gut durch. Während dessen könnt ihr schon die Schaumbildung erkennen. Wenn das Ganze eine ganze Zeit lang gut gemixt ist und eine Art „Kastanienmilch“ entstanden ist, eine Schüssel mit dem Passiertuch auslegen und das ganze durch das Tuch abseihen.

Nun habt ihr das fertige Waschmittel in der Schüssel und den Trester im Tuch. Aus dem Trester könnt ihr noch einmal Waschmittel herstellen, einfach das wieder mit Wasser in den Mixer geben und die Prozedur wiederholen. Das klappt noch ganz gut, aber öfter habe ich das nicht mehr ausprobiert.

Das Waschmittel könnt ihr jetzt noch mit ätherischen Ölen zum Duften bringen. Ich liebe die Kombination aus Nelkenöl und Melisse (je 12 Tropfen).

Ihr könnt das Waschmittel auch gut 1 Tag in einem Vorratsglas im Kühlschrank aufbewahren.

Waschmittel aus Kastanien II

Das Waschmittel dann einfach in das dafür vorgesehene Fach in der Waschmaschine geben und Waschgang einstellen. Ich habe bis jetzt bei jeglicher Wäsche gute Erfahrungen gemacht (außer Wolle, Seide etc.) – also bei 40°-Wäsche als auch bei Kochwäsche.

Imagepflege – was soll das?

Imagepflege – dieses Wort ist mir jetzt die letzten Tage immer wieder in den Sinn gekommen. Und das ist ja immer für mich dann ein Zeichen – hey, darüber könntest Du Dir doch mal Gedanken machen. Nicht umsonst spukt mir das schon die ganze Zeit im Kopf herum. Ja – Image…was ist das eigentlich im Grunde genommen?

Grundsätzlich übersetzt heißt es: Bild, Abbild, Darstellung, Ruf

Quelle: Wikipedia

Anhand der Übersetzung ist schon klar, was Image also ist: ein Bild, welches man der Öffentlichkeit oder Gesellschaft von sich präsentiert.

Was mich sofort anfixt und auf die Frage wirft: wer entscheidet denn, welches Bild von mir gepflegt werden will.

Und da ist meiner Meinung nach ziemlich viel Absurdes unterwegs. Wenn ich mich im Netz so umschaue, finde ich es schon fast pervers, wie sich Menschen wohl mittlerweile in unserer Gesellschaft präsentieren müssen. Immer ein Lächeln auf den Lippen, wie aus einer Werbung für Zahncreme, immer gut gelaunt, natürlich in Business-Kleidung gepackt – auf keinen Fall anstößig, mit einem mustergültigen Haarschnitt, und gern noch den Aktenkoffer in der Hand.

Sehen so die gesellschaftlich erfolgreichen Menschen von heute aus? Ist also jeder, dessen Natur nicht diesem Abbild entspricht also außerhalb? Nein, so schlimm will ich das nicht polarisieren. Allerdings ist es dennoch ein Spiegel dessen, welches Idealbild in unserer Öffentlichkeit publiziert wird. Nämlich, das eines permanent funktionierenden, dabei immer gut gelauten Karrieremenschen, der neben seiner praktizierten Überstundenbereitschaft noch genügend Zeit hat, seine 3 Kinder zu hochbegabten weiteren gut gelaunten Karrieremenschen hoch zu „fördern“. Dabei ist dieser Mensch auch noch sportlich aktiv, kann noch „nebenbei“ qualitative Zeit mit seiner Familie verbringen und ist auch ständig erreichbar.

So – mal ganz ehrlich: wenn ich mir das so durchlese, kommt mir persönlich das kalte Grauen. Jede Faser in meinem Körper sträubt sich dagegen, genau dieses Bilderbuchleben zu führen. Warum? Hört sich doch prima an…Ja, wenn alles so klappt, könnte das prima sein. Aber leider gibt es im Leben nicht nur die Einflüsse, die man selber einbringen kann. Oft werden von außen Rahmenbedingungen geschaffen. Und damit schwankt dieses ganze Idealkonstrukt derb.

Und damit sind Identitätskrisen vorprogrammiert, weil man glaubt, sobald man etwas anders tickt, macht man etwas falsch. Also versuchen die Menschen immer mehr ein öffentliches Bild von sich zu konstruieren, welches ihrer wahren Natur in keinster Weise entspricht. Was wirklich anstrengend sein kann. Ich möchte nicht von anderen Menschen für etwas gemocht werden, was ich  nicht bin. Um dann meine wahre Persönlichkeit zu verstecken, aus Angst, von anderen nicht mehr respektiert oder anerkannt zu werden.

Wir sollten vielmehr wieder den Mut fassen, unsere Natur wirklich anzuerkennen, und diese auch auszuleben. Natürlich gibt es krankhafte Facetten, die ich damit nicht meine. Manche haben ja schon Angst, sich ein Tattoo stechen zu lassen, obwohl sie das gerne tun würden, aber da kommen dann wohl einige Mitmenschen in ihrer Umgebung nicht klar etc. Ich spreche von solch einer Art Ausleben. Einfach seine eigene Individualität wieder strahlen lassen. Denn genau das kommt in meinen Augen viel zu kurz. Sich selbst leben zu dürfen.